Einbauhinweise

Einbauhinweise und Befestigungssysteme

Die Akustikplatten von akusik+ sind ausschließlich für die Innenanwendung geeignet. Innenanwendungen sind gekennzeichnet durch einen Feuchtegehalt des Werkstoffes, der einer Temperatur von 20 °C und einer relativen Luftfeuchte der Umgebung entspricht, die nur wenige Wochen im Jahr 55 % überschreitet. Vor Einbau der Akustikelemente ist sicherzustellen, dass die Räumlichkeiten abgetrocknet sind, d.h. die durch Estrich- oder Putzarbeiten verursachte hohe Feuchtigkeit ist auf ein Minimum zu reduzieren. Durch die Perforation oder Schlitzung wird die Plattenoberfläche deutlich vergrößert, sodass ein Wechsel von Luftfeuchtigkeit und Klima eine Dimensionsänderungen oder Verzug zur Folge haben kann. Dieser Punkt ist insofern wichtig, da in modernen Bürogebäuden sowohl die Raumtemperatur als auch die Luftfeuchtigkeit per „Nachtabsenkung“ drastisch verändert werden kann – siehe auch Hinweise zu „Konditionierung“.

Akustikelemente können auf unterschiedlichste Weise und mit Hilfe verschiedenster Befestigungssysteme befestigt und eingebaut werden. Die Auswahl an Befestigungssystemen ist vielfältig und je nach Nutzung der Räume sind speziell geprüfte Befestigungen einzusetzen – beispielsweise ballwurfsichere Systeme. Befestigungssysteme und Beschläge müssen auf die späteren Anwendungsbereiche zugeschnitten sein.

Wandverkleidungen

Wandverkleidungen sind sicherlich ein Anwendungsschwerpunkt und diese setzen eine entsprechende Unterkonstruktion voraus, auf der die Elemente entweder sichtbar oder unsichtbar befestigt werden. Zu beachten ist:

  • Unterkonstruktionen und Dehnungsfugen müssen dem Quell- und Schwindungsverhalten der Materialien angepasst sein – ab einer Länge von einem Meter empfehlen wir mindestens 2,5 mm Dehnungsfuge.
  • Die Befestigung der Akustikelemente auf der Unterkonstruktion sollte einen max. Abstand von 500 mm haben.
  • Eine ausreichende Hinterlüftung der Akustikelemente zum klimatischen Ausgleich muss sichergestellt sein.

Die unsichtbare Befestigung von Akustikelementen durch Einhängen ermöglicht eine einfache Demontage und wirkt optisch ansprechender im Vergleich zu sichtbaren Verschraubungen. Die Platten können schnell und einfach abgenommen werden, hinter den Elementen verlaufende Leitungen und Rohre sind gut erreichbar.

Je nach gewähltem Befestigungssystem ist die nachträgliche Justierung der Elemente möglich. Zudem können die Elemente spannungsfrei montiert werden. Für alle Befestigungsmethoden mittels Einhängen ist ein Spielraum notwendig, um das Anheben und Absenken zu ermöglichen. Dieser Luftspalt oder „Einhängespielraum“ bleibt als Schattenfuge sichtbar.

Einhängen mittels Profilleisten – Für diese Befestigungsart wird die horizontale Unterkonstruktion genutet, um die am Wandelement befestigte Falzleiste aufzunehmen. Um die Passung zu erleichtern, sollte die Falzleistenfeder dünner als die Nut sein. Die Falzleisten auf den Akustik- elementen sollten sich nicht über die gesamte Elementbreite erstrecken, sondern unterbrochen sein, damit eine vertikale Luftzirkulation ermöglicht wird. Falzleisten aus beispielsweise Sperrholz oder Metall-Z-Profilen können problemlos eingesetzt werden. Sofern keine gesicherte Verschraubung möglich ist, kann zusätzlich geklebt werden.

Einhängen mittels Metallbeschlägen – Für die Befestigung von Wandelementen werden auch Systeme mit Metallbeschlägen angeboten (siehe Abbildung). Das ausgewählte System muss entsprechend der vom Hersteller vorgegebenen Richtlinien angewendet werden, um eine sichere Befestigung zu gewährleisten.

Wandverkleidungen mit Akustikelementen müssen immer mit einer ausreichenden Hinterlüftung ausgeführt werden. Durch unterschiedliche Klimabedingungen vor und hinter den Elementen können sich diese verziehen. Eine Hinterlüftung schafft einen Temperatur- und Feuchtigkeitsausgleich, der dies verhindert. Es ist wichtig, dass die Zuluft- und Abluftbereiche frei bleiben, damit die notwendige Luftzirkulation nicht behindert wird. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten waagerechte und senkrechte Fugen oder Stöße auszuführen.
Es ist jedoch wichtig darauf zu achten, dass die Elemente genügend Möglichkeiten zur Ausdehnung haben. Die Auswahl des Befestigungssystems als auch die Elementgröße und deren Ausführung beeinflussen die spätere Optik. Nachfolgend möchten wir Ihnen einige Beispiele präsentieren

Akustik-Clips

10 Stk/qm bei Holzwerkstoffen
15 Stk/qm bei Proofire Produkten

Einbaubeispiel Einbaubeispiel

Alternative Lösungen für Unterkonstruktionen und Befestigungssysteme

Wie bereits ausgeführt gibt es diverse alternative Lösungen von unterschiedlichsten Herstellern wie:

Suckow & Fischer Systeme GmbH & Co. KG
Waldstr. 2
D-64584 Biebesheim
t +49 6258 - 802 - 00
www.suckow-fischer.de
Häfele GmbH & Co KG
Adolf-Häfele-Str. 1
D-72202 Nagold
t +49 7452 95 - 0
www.haefele.de

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